So viel kosten drei Wochen in Kroatien

Im September hat uns noch einmal das Reisefieber gepackt und wir sind total spontan für drei Wochen nach Kroatien geflogen. Flug buchen am Donnerstag, Mietwagen reservieren am Sonntag, Unterkunft für die erste Nacht buchen am Dienstag und schon Mittwoch in den Flieger. Auch so kann es mal gehen!
 

So viel kosten drei Wochen in Kroatien. 

Bei so viel Spontanität hatten wir keine Ahnung worauf wir uns einlassen…weder was die schönsten Ecken des Landes angeht, noch die Preise.

Beides hat uns jedoch positiv überrascht!

Alles in allem hat es sich mal wieder bewährt gemacht, dass wir Kroatien in der Nebensaison besuchen konnten, denn dadurch hat man sich in den Unterkünften ohne viel Widerstand auf Preisverhandlungen eingelassen und auch bei den Eintritten und Gebühren wurden niedrigere Preise verlangt.

Dennoch ist Kroatien kein Land, das dir unheimlich günstig vorkommen wird. Für Restaurantbesuche und Lebensmittel sind die Preise ähnlich wie in Deutschland, wenn nicht ein wenig gehobener und auch Eintritte in den Nationalparks sind eher auf der teuren Seite.

Hier aber eine genaue Aufstellung unserer Ausgaben während der drei Wochen in Kroatien im September und Oktober.

(Übrigens ist die Währung in Kroatien der Kroatische Kuna, wobei 7,5 Kuna in etwa einem Euro entsprechen.)

Die Flüge

 

Die Flüge haben wir eine Woche vor Abflug für insgesamt 185€ für zwei Personen bei Ryanair gebucht. Gepflogen sind wir direkt von Berlin nach Zadar.

Auch hier haben sich die günstigeren Preise der Nebensaison bemerkbar gemacht, allerdings hätten wir noch einiges sparen können, wenn wir früher gebucht hätten. Trotzdem sind gute 90€ pro Person für einen Flug nach Kroatien natürlich ein prima Preis!

 

Der Transport

 

Mit dem Mietwagen kannst du Kroatien prima auf eigene Faust erkunden! 

Da wir gerne unabhängig unterwegs sind, nehmen wir uns in der Regel einen kleinen Mietwagen, um das Land auf eigene Faust zu erkunden.

Dieses Mal haben wir einen kleinen Flitzer bei FLEET über Check24 reserviert, den wir direkt am Flughafen in Zadar abholen und zurückgeben konnten.

Der Mietwagen hat für die gesamten drei Wochen und inklusive Vollkasko 187€ gekostet. Das sind keine 10€ am Tag!

2000 Kilometer haben wir mit dem Mietwagen durch Kroatien gemacht und dabei unheimlich viele wunderschöne Gegenden entdeckt! Die Benzinpreise liegen in Kroatien bei etwa 9 Kuna pro Liter, was umgerechnet etwa 1,20 Euro entspricht.

Bedeutend günstiger ist das Benzin in Bosnien-Herzegowina. Wenn du mit dem Mietwagen Richtung Dubrovnik unterwegs bist, dann musst du Bosnien zwangsläufig durchqueren. Das bietet sich natürlich zum Tanken sehr an, denn in Bosnien liegt der Preis pro Liter Benzin bei etwa 1 Euro.

Ebenfalls zu beachten sind die Mautpreise auf der Autobahn in Kroatien. Wenn du dich für die besseren Schnellstraßen entscheidest, ziehst du bei der Einfahrt ein Ticket an einer Mautstelle mit Schranke, das du bei deiner Ausfahrt wieder abgibst und dann entsprechend für die zurückgelegten Kilometer zahlst.

Die Preise variieren je nach Fahrzeugkategorie und Strecke, aber als ganz groben Richtwert kannst du etwa 6€ für 100 Kilometer berechnen. Zusätzlich fallen an manchen Brücken und Tunneln gesonderte Gebühren an.

Auf die Inseln gelangst du natürlich am besten mit der Fähre! Hier gibt es Auto- und Personenfähren, Schnellboote und ganz normale Fähren und ab Oktober gelten ebenfalls niedrigere Preise.

Wir haben die Fähre nur genutzt, um von Orebić nach Korčula zu gelangen und haben für die Hin- und Rückfahrt insgesamt knapp 30€ bezahlt.

In der Hochsaison kann auch noch einiges an Parkgebühren auf dich zu kommen, denn die werden überall munter verlangt und das zu teilweise völlig übertriebenen Preisen! In der Nebensaison wurden an den meisten Orten zum Glück keine Parkgebühren mehr verlangt oder es galt zumindest eine niedrigere Rate.

Mit dem Mietwagen für 187€, den Benzinkosten in Höhe von 125€, Mautgebühren von 20€ sowie Fährkosten in Höhe von 30€ betragen unsere Kosten für den Transport insgesamt 362€ und machen damit einen relativ großen Teil der Gesamtkosten aus.

 

Die Übernachtungen

 

Kroatien ist voll von kleinen, oft sogar privat vermieteten Apartments und Ferienwohnungen, die super ausgestattet sind und wo du dich prima selbst versorgen kannst.

Ende September war es tatsächlich schon sehr ruhig in Kroatien, sodass auch die Apartments und Hotels alles andere als ausgelastet waren. Die Auswahl war dadurch groß und die Preise unschlagbar!

Im Durchschnitt haben wir pro Nacht in einem gemütlichen Apartment mit Bad, Küche, Balkon und abgetrenntem Schlafzimmer für zwei Personen zwischen 20€ und 25€ pro Nacht gezahlt. Das ist wirklich kaum zu unterbieten!

Eine Tourismussteuer wird in Kroatien ebenfalls fällig, meist ist sie allerdings bereits im Übernachtungspreis enthalten und muss nicht separat entrichtet werden. Die kroatische Kurtaxe liegt derzeit je nach Ort zwischen 0,50€ und 1,50€ pro Nacht und Person.

Insgesamt haben wir gemeinsam 500€ für die Übernachtungen ausgegeben, wobei wir in 6 verschiedenen Unterkünften übernachtet haben und zweimal sogar 6 Nächte am Stück geblieben sind.

Wir haben fast alle unsere Unterkünfte über Booking gefunden, bis auf ein hübsches Apartment, dass wir über airbnb gebucht haben.
 

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Verpflegung & Restaurants

 

Selbstverpflegung in Kroation - hier beim Frühstück in Sevid. 

Was wäre schon ein Urlaub ohne gutes Essen?! Ich liebe es einfach die lokalen Spezialitäten auszuprobieren und mich von den landestypischen Gerichten überraschen zu lassen!

Wenn du das genauso gerne machst, wird dich Kroatien sicher nicht enttäuschen, denn es gibt viele urige Restaurants (Konobas), die dich mit einer großen Portion Gastfreundschaft in die Geheimnisse der kroatischen Küche einführen werden.

Allgemein kamen mir die Preise im Restaurant nicht sonderlich günstig vor, andererseits aber auch nicht übertrieben teuer.

Wie überall variiert der Preis natürlich je nach Restaurantkategorie, aber allgemein haben wir selten ein Gericht unter 10€ auf einer Speisekarte entdeckt. Durchschnittlich lagen die Preise in den „normalen“ Restaurants für ein Hauptgericht bei etwa 10-20 Euro, wobei die Portionen aber immer absolut reichlich waren.

Auch die Lebensmittel in den Supermärkten lagen eher etwas über dem deutschen Durchschnitt. Wir haben die besten Erfahrungen bei Kaufland gemacht, da das Angebot riesig ist und die Preise vergleichsweise gut.

Etwas höher sind die Preise in den kleineren Supermärkten der Touristengegenden und natürlich auf den Inseln. In Ballungsgebieten auf dem Festland kannst du in jedem Fall günstiger einkaufen.

Pfand wird für die meisten Glas- und Plastikfaschen gezahlt und auch für einige Dosen, was aber gut gekennzeichnet ist. In der Regel ist es so, dass Leergut nur dann zurück genommen wird, wenn du deinen Kauf am gleichen Ort durch eine Quittung belegen kannst. Kein Problem gab es damit jedoch wieder bei Kaufland.

Während unserer drei Wochen in Kroatien haben wir uns zwar größtenteils selbst verpflegt, aber natürlich auch das ein oder andere Restaurant ausprobiert. Insgesamt haben wir für Lebensmittel, Snacks und Restaurantbesuche 335€ gezahlt.

 

Eintritte & Unterhaltung

 

Ein herrlicher Ausflug in den Krka Nationalpark in Kroation - Roski Slap 

Kroatien hat einige wundervolle Nationalparks, wie zum Beispiel die Wasserfälle von Krka, die du unbedingt besuchen solltest!

Wie überall gibt es auch in den Nationalparks eine Staffelung je nach Jahreszeit, weshalb wir also auch hier von den niedrigeren Preisen der Nebensaison profitieren konnten. In der Hochsaison kannst du hier einiges an Geld lassen, denn die Eintrittspreise haben es teilweise ziemlich in sich!

Im Krka Nationalpark zahlst du für ein Tagesticket im Juli und August zum Beispiel 150 Kuna pro Person (20€), während du im September und Oktober nur 110 Kuna zahlst (14€) und ab November sogar nur noch 30 Kuna (4€ – dafür steht allerdings der Transport vom Eingang zum Wasserfall nicht mehr zur Verfügung). Bei den Plitvicer Seen variiert der Eintrittspreis sogar zwischen 24€ und 7€ pro Person.

Bei den Seen von Imotski mussten wir gar keinen Eintritt mehr zahlen und einen Besuch der Plitvicer Seen hat leider das unbeständige Wetter der letzten Tage in Kroatien verhindert, sodass wir für Eintritte und Unterhaltung insgesamt nur 25€ ausgegeben haben.

 

Fazit – Unsere gesamten Kosten für 3 Wochen Kroatien

 

Allgemein kam mir Kroatien wirklich nicht teuer vor. Das liegt zum einen natürlich daran, dass wir außerhalb der Hauptsaison dort waren, zum anderen aber auch, dass wir nebenbei gearbeitet haben und dadurch etwas weniger und insgesamt langsamer unterwegs waren.

Sparen kannst du auf jeden Fall, wenn du dich größtenteils selbst verpflegst und auch Preisverhandlungen können durchaus lohnenswert sein.

Hier habe ich dir noch einmal all unsere Kosten in einer Übersicht zusammengefasst. Für drei Wochen Kroatien im September und Oktober haben wir zu zweit 1.407 Euro ausgegeben. Das sind 33,50 Euro pro Tag und Person inklusive Flug, Mietwagen und aller Übernachtungskosten.

 

Flüge 185 Euro
Mietwagen 187 Euro
Tanken 125 Euro
Maut 20 Euro
Fähre 30 Euro
Unterkünfte 500 Euro
Verpflegung 335 Euro
Eintritte 25 Euro
GESAMT 1407 Euro

 
 

Findest du die Aufstellung hilfreich für deine Urlaubsplanung? Welche Punkte würdest du dir vielleicht noch wünschen? Oder warst du selbst schon in Kroatien? Dann teile deinen Eindruck unbedingt in den Kommentaren!

 

Damit du einen besseren Eindruck von Kroatien bekommst, findest du im Instagram Feed von Living UpsideDown viele schöne Fotos unserer Reise.

 

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Ein Kommentar

  1. Einige Dinge kann man ja auch im Voraus berechnen. Klar, Verpflegung kann immer nur überschlagen werden, aber für Benzinkosten benutze ich gerne den Benzinrechner, damit ich schon mal ungefähr weiß, was da auf mich zukommt. Ich möchte vorher schon gerne wissen, wieviel ein Urlaub ungefähr kosten wird.

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